Cousine Island



Für Party-Löwen ist die Insel Cousine auf den Seychellen nicht der richtige Ort. Vielmehr findet man hier Abgeschiedenheit, Ruhe und eine bezaubernde Natur, die noch weitestgehend unberührt ist. Cousine Island gehört zu den Inner Islands der Seychellen. Die Insel ist eine Granitinsel und weist eine üppige, wunderbare Vegetation auf. Naturschutz wird auf Cousine Island groß geschrieben, und liegt in privater Hand. Die Insel beherbergt einige seltene Vogelarten, sogar welche, die bereits vom Aussterben bedroht sind. Dazu zählt auch der Seychellen Magpie Robin, von dem nur 70 Vögel weltweit existieren. Von diesen 70 leben hier auf Cousine Island 12 Vögel. Auch die vom Aussterben bedrohte Echte Karettschildkröte nutzt den samtweichen Sand am Strand für die Eiablage. Ebenso beliebt ist die Insel bei den Riesenschildkröten, von denen eine große Anzahl hier Lebensraum fand.

Auf Cousine Island befindet sich ein einziges Hotel, das sehr exklusiv und luxuriös ist. Die Anzahl der Gäste, die hier auf einmal übernachten können, ist auf acht beschränkt. Der Hotelchef hat, zusammen mit einem Ornithologen den Naturschutz in die eigene Hände genommen. Die Erhaltung der seltenen Tier- und Pflanzenarten ist das wichtigste Projekt. Durch die Übernachtungen wird die Renaturierung zum Teil finanziert. Die Renaturierung ist sehr wichtig, um das gesundes und intaktes Ökosystem zu erhalten, bzw. wiederherzustellen. Die Unterkünfte auf Cousine Island lassen keinen Wunsch offen. Hier wird sehr auf Komfort und Luxus, aber auch auf die erwünschte Privatsphäre der Gäste geachtet. Der tägliche Höhepunkt auf der Insel ist jeweils das Abendessen in Form eines exquisiten Vier-Gänge-Menüs. Wer es besonders romantisch mag, kann – nach vorheriger Absprache mit dem Hotelmanager – sein Abendessen am Strand unter dem Sternenhimmel einnehmen.

Entdeckt wurde Cousine Island, wie die meisten anderen Seychellen-Inseln, im 18. Jahrhundert. Französische Kolonisateure besiedelten dann die Insel gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Allerdings brachten die Menschen mit ihrer Zivilisation auch ihre Haustiere (Katzen und Hunde) mit, die auf die Umgebung leider nicht viel Rücksicht nahmen. Zahlreiche endemische Tierarten verschwanden so von der Bildfläche. Landwirtschaft, in Form von Kokosnuss- und Tabakplantagen trugen dazu bei, dass nun auch die Pflanzenwelt auf der Insel drastisch dezimiert wurde. Die systematische Zerstörung nahm erst im Jahr 1992 ein jähes Ende, als ein Geschäftsmann aus Südafrika die Insel kaufte. Ihm ist es zu verdanken, dass die Plantagenwirtschaft ein Ende hatte. Derselbe Mann setzte es zum Ziel, die Insel zu renaturieren und in ihren ursprünglichen Zustand – soweit möglich – zurückzuversetzen.

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